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Der dnc manager
wurde entwickelt, um in einem verteilten DNC-Netzwerk die Grundfunktionen
eines Terminal-DNC Betriebs, die NC-Programmübertragung und -verwaltung,
sowie diverse Zusatzfunktionen zu erfüllen. Als Terminal-Hardware
werden PCs eingesetzt, die über serielle Leitungen mit den NC-Steuerungen
der Maschinen verbunden sind. Ein PC kann gleichzeitig mehrere
solche "DNC-Kanäle" betreiben, die PCs sind in ein LAN
(Local Area Network) eingebunden.
Funktionen des dnc managers
- Automatische und manuelle Übertragung von Dateien (NC-Programme,
Werkzeugkorrekturdaten, Maschineneinstellungen ...) von und
zu NC-Steuerungen.
- NC-Programm-Manager (Anzeigen, Bearbeiten, Verschieben, Kopieren
und Drucken) mit konfigurierbaren Zugriffsberechtigungen.
- Einstellbare Ablagefunktion für automatisches Archivieren
von gesendeten Dateien.
- Wahlweise Übertragung von "bevorzugten Dateien"
(z.B. optimierte Programme anstelle von Originalprogrammen).
- Frei konfigurierbarer Parser, der empfangene Dateien vollautomatisch
analysiert und eine Typerkennung durchführt (Haupt- bzw. Unterprogramm,
Werkzeugkorrekturdaten ...).
- Einfache Bedienung der Software durch eine logisch klar strukturierte,
grafische Benutzeroberfläche (siehe Abbildung Hauptfenster).
- Vollständige Integration des Systems in Netzwerkumgebungen
(TCP/IP, Novell-Netware, MS-Netzwerk) mit zusätzlichen Sicherheitsfunktionen
(Schreib- und Löschzugriff) auf Applikationsebene.
- Flexible Anpassung der Software an einen weiten Bereich von
Einsatzmöglichkeiten durch die Konfiguration aller notwendigen
Parameter, Funktionen etc.
- Anpassung an alle gängigen NC-Steuerungen durch umfangreiche
Konfigurationsmöglichkeiten (serielle Parameter, Flußkontrolle,
Protokoll ...).
- Mobiler Betrieb: Einsatz des Programmes z.B. auf Notebookrechnern
ohne Netzwerkanbindung.
Die Abbildung zeigt ein typisches DNC-Netzwerk, das die Bereiche
NC-Fertigung, NC-Programmierung (CAM), Werkzeugvoreinstellung
und NC-Programmarchiv beinhaltet. Der dnc manager wird
in diesem Beispiel auf stationären Terminals mit Netzwerkanbindung
sowie auf mobilen Terminals zur Kommunikation mit NC-Steuerungen
und Werkzeugvoreinstellgeräten eingesetzt.

Systemvoraussetzungen
- NC-Steuerungen
Zum Anschluß an das System sind alle NC-Steuerungen geeignet,
die über eine serielle Schnittstelle (RS232/V.24) verfügen und
Daten über diese Schnittstelle einlesen bzw. ausgeben können.
Seitens der Software sind die Parameter der seriellen Kommunikation
und weitere Protokollparameter in weiten Bereichen einstellbar.
Die serielle Verbindung zwischen NC-Steuerung und Terminalhardware
kann verschiedene Formen aufweisen. Direktverbindung mit oder
ohne Hardwarehandshakeleitungen sowie umgesetzte Verbindungen
(Current-Loop, Glasfaserleitungen etc.) sind möglich.
- Terminals
Als Terminalhardware finden Standard-PCs Verwendung, die Terminalsoftware
ist unter den Betriebssystemen MS-Windows 95/98 und Windows
NT Workstation ab Version 4.0 lauffähig. Für jeden DNC-Kanal
läuft (im Multitaskingbetrieb) eine eigene Instanz des Programmes
und kommuniziert mit genau einer Steuerung. Innerhalb einer
Programminstanz können mehrere Programmtasks ablaufen (z.B.
beim Senden von Daten). Alle Instanzen sind unabhängig voneinander
konfigurierbar, für jeden DNC-Kanal muß eine eigene serielle
Schnittstelle zur Verfügung stehen.
- Netzwerk/Server
Zur Vernetzung der DNC-Terminals eignen sich alle gängigen Netzwerkbetriebssysteme
mit den Protokollen TCP/IP, IPX/SPX und NetBEUI. Als Serversoftware
kann jedes System eingesetzt werden, welches die Freigabe von
Ressourcen (Festplattenbereiche und - falls notwendig - Drucker)
für Clients ermöglicht, z.B. Windows NT, UNIX mit NFS, Novell-Netware
etc.
Für den Betrieb der Software ist es unerheblich, ob sie von
einem lokalen oder einem Netzwerklaufwerk gestartet wird. Demzufolge
muß die Terminalhardware nicht über eine lokale Harddisk verfügen,
Remote-Boot von Terminals über das Netzwerk ist dadurch möglich.
Konfiguration Protokoll
Um die unterschiedlichsten Kommunikationsanforderungen
verschiedener NC-Steuerungen zu erfüllen, können auch auf Protokollebene
verschiedene Parameter angepaßt werden. Die Abbildung zeigt die
entsprechende Programmoberfläche.
Gliederung der Daten
Zur Strukturierung der zu verwaltenden bzw. übertragenden Dateien
werden im System "Dateitypen" definiert, diese Typen
werden "Dateibereichen" zugeordnet.
- Dateitypen
Das Programm unterscheidet bis zu 20 verschiedene Dateitypen,
wovon jedem ein Dateibereich zugeordnet wird. Die Definition
der Dateitypen (Bezeichnung, Dateinamenerweiterung und weitere
Eigenschaften), sowie die Zuordnung zu Bereichen kann frei konfiguriert
werden.
Die Gliederung der Dateitypen wird für jeden DNC-Kanal getrennt
verwaltet, so daß bei Bedarf für Maschinengruppen oder einzelne
NC-Maschinen jeweils eigene Typen definiert werden können.
- Dateibereiche
Bereiche dienen zur geordneten Ablage aller Dateien, die zwischen
DNC-Terminal und NC-Steuerung übertragen werden. Die Bereiche
werden zur gegliederten Anzeige der Dateien verwendet (siehe
Abbildung Hauptfenster) und legen u.a. fest, auf
welche Dateien welche Funktionen angewendet werden können. Es
können bis zu 15 Bereiche frei definiert werden, wobei ein Bereich
als Ablage für temporäre Daten (für empfangene Dateien, deren
Typ nicht automatisch erkannt werden kann) benötigt wird.
Bei der Konfiguration wird jedem der Dateitypen ein bestimmter
Dateibereich zugewiesen. Die Definition von Bereichen ist vergleichbar
mit einer Strukturierung von Verzeichnissen. Ein Bereich basiert
grundsätzlich auf einem Dateipfad. Diese Pfade können, getrennt
für jeden Bereich, entweder absolut definiert werden, oder relativ
zu einem Root-Verzeichnis. Wenn kein explizites Rootverzeichnis
bestimmt ist, wird das Arbeitsverzeichis des DNC-Terminalprogrammes
verwendet.
Jedem Bereich werden Merkmale (z.B. Schreib-/Löschzugriff ...)
zugeordnet, diese werden auf die dem Bereich zugeordneten Dateitypen
vererbt. Mehrere Dateitypen können demselben Bereich zugewiesen
werden, die Unterscheidung erfolgt in diesem Fall durch die
Dateinamenerweiterungen der Typen.
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