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Die Betriebsdatenerfassung
wurde primär konzipiert, um die Funktionen einer Auftragsdatenerfassung
zu ermöglichen: Erfassung und Beauskunftung der Zustände, Rüst-
und Produktionszeiten, Personalzeiten, produzierte Mengen, Ausschuß
etc. von Werksaufträgen, im speziellen von einzelnen Arbeitsgängen
(Arbeitsfolgen laut Arbeitsplänen), die auf verschiedenen Ressourcen
(Maschinen, Handarbeitsplätzen) entweder vollautomatisch oder
von Werkern abgearbeitet werden.
Bei der Entwicklung der BDE wurden zwei weitere Schwerpunkte gesetzt:
Erstens ist durch Einsatz moderner (aber industrietauglicher)
Software- und Kommunikationstechnologien das System für die optimale
Integration in bestehende und zukünftige IT-Umgebungen konzipiert.
Der zweite Schwerpunkt ist der Begriff "Flexibilität".
Dies bedeutet:
- Flexible Anbindung an Fremdsysteme (z.B. PPS, Scheduling ...)
- Weitreichende Konfigurationsmöglichkeiten im Stammdatenbereich
(Benutzer, Terminals, Hosts, Ressourcen)
- Verschiedene Terminalvarianten durch Software realisiert (dadurch
einfaches, klares Benutzerinterface)
- Variabler Systemaufbau durch Multitier-Architektur
- Integration der büll informatik Produkte tool manager
und dnc manager möglich
Schnittstellen
Als Schnittstellen zu anderen Systemen (z.B. PPS) bieten sich
mehrere Varianten an.
Bei Verwendung der Datenbankschnittstelle (z.B. Progress, Oracle,
MS SQL-Server, Informix, MS Access, ODBC) werden Daten direkt
aus dem Fremdsystem übernommen. Der Datenaustausch kann sowohl
Online (ereignisgesteuert) als auch im Batchbetrieb (zyklisch
oder manuell gestartet) erfolgen.
Darüber hinaus können Fremdsysteme über den integrierten COM/DCOM-Server
auf Daten und Funktionen der BDE zugreifen. Auch ein
CORBA-Interface ist geplant. Natürlich bietet das System auch
die Möglichkeit den Datenaustausch per Fileschnittstelle durchzuführen.
Konfiguration
Die Konfiguration beeinflußt das Gesamtverhalten des Systems
in weiten Bereichen. Hier kann je nach Einsatzgebiet festgelegt
werden, ob sich das System "offen", "beschränkt"
oder in einer beliebigen Mischform präsentiert.
Um das Systemverhalten flexibel zu konfigurieren werden in der
BDE folgende "Elemente" definiert:
- "Ressources": Kapazitätsgruppen, Kapazitätsstellen
und Arbeitsplätze (Maschinen bzw. Handarbeitsplätze)
- "User": Benutzer des Systems (Werker, Meister, Verwalter,
Disponenten ...)
- "Terminals": Unterschiedliche Instanzen der selben
Client-Software (auf einem Rechner können prinzipiell beliebig
viele unterschiedliche oder gleiche Terminals laufen)
- "Hosts": Rechner auf denen die Terminalsoftware
läuft (definiert durch netzwerkweit eindeutigen Rechnernamen
bzw. IP-Adresse)
Die Beziehungen zwischen allen diesen Elementen können beliebigen
Beschränkungen und/oder Freigaben unterliegen.
Beispiel für ein "offenes System": Jeder Benutzer hat
Zugriff auf alle Werksaufträge aller Ressourcen und darf sich
auf jedem Terminal anmelden.
Beispiel für ein "beschränktes System": Benutzer X darf
nur auf Terminal Y die Aufträge für Maschine Z beauskunften bzw.
bearbeiten. Oder: Terminal A darf nur auf den Hosts B und C gestartet
werden, zusätzlich dürfen sich auf Terminal A nur die User D,
E und F anmelden, wobei User E die Daten nur beauskunften, nicht
aber bearbeiten kann.

Systemumgebung
Die Betriebsdatenerfassung kann in folgender Systemumgebung
betrieben werden:
- Die Server-Module sind unter Windows NT (ab Version 4.0) lauffähig.
Es können alle Netzwerktypen verwendet werden, die TCP/IP unterstützen.
Abhängig von den verwendeten Clients kann DCOM zum Einsatz gebracht
werden.
- Die Clients ("Terminals") können entweder direkt
unter dem jeweiligen Betriebssystem laufen oder auf einem MS
Windows-NT Terminalserver. Außerdem können einfache Terminaltypen
über ein Web-Interface im Intranet betrieben werden.
Die folgende Tabelle stellt die möglichen Clientplattformen
in Abhängigkeit von den verwendeten Betriebssystem-/Netzwerk-/Server-Technologien
dar:
|
DCOM |
TCP/IP |
WNT-TSE |
HTTP/HTML |
Windows NT |
Ja |
Ja |
Ja |
Ja |
Windows 95 |
Nicht empf. |
Ja (ab IP V2) |
Ja |
Ja |
Windows 98 |
Ja |
Ja |
Ja |
Ja |
Windows 3.11 |
- |
- |
Ja |
Ja |
| MS-DOS |
- |
- |
Ja (Citrix Metaframe) |
Je nach verfügb. Browser |
Andere Plattform |
- |
- |
Ja (Citrix Metaframe) |
Je nach verfügb. Browser |
Terminaltypen
Das System BDE bietet verschiedene Terminaltypen an.
Diese basieren alle auf derselben Client-Software, d.h. der Typ
jedes Terminals wird in der zentralen Systemkonfiguration festgelegt
und beim Start der Terminalsoftware gesetzt.
- Am Maschinenterminal stehen die freigegebenen Werksaufträge
für eine (oder mehrere) Maschinen zur Beauskunftung und Betriebsdatenmeldung
zur Verfügung. Der Werker meldet die auftragsbezogenen Ereignisse
Start, Unterbrechung, Teilfertig und Fertig mit den jeweiligen
Zusatzinformationen (produzierte Menge, Ausschuß etc.).
- Am Handarbeitsplatzterminal stehen die freigegebenen Aufträge
für beliebige Handarbeitsplätze bzw. für ein oder mehrere Werker
zur Verfügung. Hier werden die Auftragsdaten entweder ereignisbezogen
(wie am Maschinenterminal) oder kumuliert (z.B. Gesamtzeit pro
Auftrag, Gesamtmenge ...) erfaßt.
- Das Meisterterminal stellt alle Werksaufträge für eine oder
mehrere Abteilungen (z.B. Kapazitätsgruppen, d.h. alle jeweiligen
Maschinen- und Handarbeitsplätze) zur Verfügung. Das Meisterterminal
bietet erweiterte Funktionalitäten an, z.B. Sperren von Aufträgen
bzw. Arbeitsgängen, Änderung von Prioritäten, Zuweisung von
Arbeitsgängen auf andere Ressourcen, Qualitätsmeldungen, Bearbeitung
der erfaßten Betriebsdaten etc.
- Das Verwaltungsterminal ist eine Erweiterung des Meisterterminals.
Hier können einzelne Aufträge entfernt, storniert archiviert
etc. werden
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